Wir verbringen gut 2 Stunden im Hotel in Goose Bay damit, einen Account im EAPIS (web based electronic advanced passenger information system) zu eröffnen. Dann ist die Meldung über die gewünschte Einreise abgesetzt, und wir bekommen am Morgen vor dem Abflug noch die Email dass die Einreise genehmigt ist. Das ist aber nicht ausreichend, wir müssen den Zoll auch am Telefon kontaktieren und erhalten die Genehmigung zum Einflug. Wir wollen nach Houlton, eine Stadt mit einem Internationalen Flughafen.
Zum Abflug überlegen wir noch die Maschine zu wechseln, haben dann aber doch Bedenken wegen der Treibstoffkosten:
Nach etwas mehr als 4 Stunden sind wir auch schon im Anflug auf Houlton und bemerken, dass der Flughafen wohl so groß ist wie Salzburg – er ist jedoch absolut unbesetzt.
Man setzt auf der Unicom Frequenz Positionsmeldungen ab und horcht ob sich noch andere im Flugplatzbereich befinden. Ich bin einigermassen angespannt ob der ungewohnten Situation, die Luft ist turbulent, aber wir fliegen einen perfekten Approach (Lukas ist zufrieden) und rollen zur Tankstelle.
Hier heisst es IM FLUGZEUG SITZEN BLEIBEN – und den Zoll am Handy anrufen.
Wir bekommen eine sehr formale Einreisebehandlung (Taxi zum Zollamt, Fingerprint, Foto, Prüfen der Papiere) aber sind in knapp einer halben Stunde fertig und werden zurückchauffiert. In Summe aufwendig aber sehr höflich und korrekt, ein freundlicher Empfang. (die Türen des Taxis lassen sich von Innen nicht öffnen).
Oilcheck und Tanken, der Tankwart verlässt uns und niemand mehr ist am Platz. Wir sollen die Türe des FBO einfach zuwerfen wenn wir fertig sind (kann man sich so etwas in Europa vorstellen?, Tatsache es funktioniert und das bestens). 220 Liter Sprit haben uns 130, – Euro gekostet !!!!
Keine Landegebühr etc. In Europa kostet das mindestens 500, – Euro, keine Übertreibung.
Oilcheck:
Unser erster Start von einem unbesetzten Flughafen nach IFR verläuft problemlos – am Boden Portland Center rufen, Clearance einholen und Blindmessages absetzen, damit die Platzbereich trainierenden Cessnas wissen was wir vorhaben. Wir fliegen durch eine der dichtesten Flugzonen der Welt, den Luftraum von New York – und bekommen laufend Reroutings und Headings. Mal aufs Meer, mal aufs Festland zurück, man hat zu tun. Der Briefer bei der Flugplanaufgabe hat mich schon darauf hingewiesen dass hier Special Flight Rules gelten, aber es gibt kein Problem. Wir landen schließlich Visual in Baltimore, der Flughafen wird auch vom Militär benutzt. Hier stehen auf dem APRON mehr A10 und Herkules als Österreich je besitzen wird, geschweige denn betreiben kann.
Flight ino Night:






5 Antworten bis jetzt ↓
1 Karin // Mai 6, 2010 at 08:49
Schön, eure Reise wieder visuell verfolgen zu können – fliege in Gedanken mit, liebe Grüße aus dem verregneten Innnsbruck.
2 Hannes // Mai 6, 2010 at 09:30
Lukas schaut zerstrubbelt aus!
3 Delia // Mai 7, 2010 at 00:39
Ach, das Foto (von Lukas) ist doch eh nur gestellt!
4 Lukas // Mai 8, 2010 at 04:23
Lieber hannes schon mal auf die Idee gekommen dass das Wind sein könnte der mir da durch die Haare fährt?
Deliaschatzi wird ignoriiert
5 Delia // Mai 8, 2010 at 23:58
Du solltest mich lieber nicht ignorieren!
Ich hab nämlich grade deine Cola leer getrunken und die Leberwurst an die Katze verfüttert…
*hihihi*
Ich erwarte dich morgen hier zurück!
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