Am Abend des ersten Tages checken wir im Loftleidair Hotel in Reykjavik ein und diskutieren mit den beiden Diamond Piloten unser größtes Problem: In Grönland ist am Freitag Feiertag und das heisst alle Flughäfen sind geschlossen.
Sie sind natürlich nicht geschlossen, man bezahlt nur eine “Opening fee”. Wir beschließen im Verband zu fliegen und uns die Fee zu teilen, soweit jedenfalls meine Vorstellung.
Im Abstand von 15 Minuten starten wir am Freitag morgen. Ich muss die Leistung meiner Mooney bis aus Minimum drosseln um nicht meinem Vordermann zu nahe zu kommen.
Nach gut 4 Stunden Flugzeit ohne besondere Ereignisse erreichen wir Grönland, ein einzige weisses Hochland aus Eis.
Im Anflug auf die Piste erfahren wir von Belagsarbeiten und landen tatsächlich über den Baumaschinen und Arbeitern, die sich von uns nicht stören lassen.
Die Leute am Flughafen sind sichtlich froh dass man sie in Ihrer Feiertagsruhe stört, sie wollen nämlich nichts davon wissen dass man sich die Opening fee teilt. Laut ihren (internen) Regeln wird der Flughafen stets neuerlich geöffnet, auch wenn wir im 5 Minuten Abstand landen, und die Gebühr ist von jedem extra zu bezahlen. Ich mag hier gar nicht schreiben was das kostet, eine moderne Form des Raubrittertums.
So schnell als möglich starten wir wieder und fliegen den langen Fjord entlang, unter uns kleine und mittlere Eisschollen und Berge und gesäumt von den zahllosen Gletschern die sich links und rechts ergiessen.
Das Wetter über dem Atlantik in Rictung Goose bay ist nicht besonders gut, wir steigen über die Wolken auf gut 5.000 Meter und sind hier aus der Vereisung. In Goose Bay erwartet und Labrador Wetter, also um diese Zeit Regen und tiefe Wolken.
Es wird hier schließlich ein Back Corse Approch auf die 26, die Landebahn verschwindet immer wieder in Wolken und wir sind froh am Boden zu sein.
Wir checken ein im Hotel North und ich muss noch vor dem Abendessen die EAPIS Meldung (electronic advanced passenger information system) an den amerikanischen Zoll machen.
Dazu ist erforderlich einen Web-Account zu eröffnen (das hatte ich schon in Innsbruck gemacht) und jetzt die konkreten Daten über den Flug über eine Web Page zu übermitteln. Ich benötige exakt 1 h 30′ um die Meldung abzusetzen, mit dem Lesen der Dokumentation über die Einreisevorschriften, dem Visa Antrag, dem Antrag für die Zollplakette und dem EAPIS Account summieren sich nur für den US Zoll gut 2 volle Tage für Formalien. Aber, die Grenze ist nahe:





1 Antwort bis jetzt ↓
1 Delia // Mai 4, 2010 at 13:24
Schön, dass in Grönland alles gut gegangen ist. Ich war da ja auch schonmal mit Lukas zusammen und wir wären beim Landeanflug beinahe abgestürzt!!!
Schön und beruhigend (zusätzlich zur EPIRB) auch, dass ihr Gesellschaft beim Fliegen hattet. Ihr seid ja zu viert gewesen, ihr hättet eine Runde Doppelkopf spielen können.
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